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Tag 3: Bielefeld, Ringlockschuppen

29 Jan

Auf diesen Termin habe ich mich eigentlich am Meisten gefreut. Dort wusste ich, dass ich von den Kollegen von Tourservice Lichtdesign 8 MAC 550 und das Showlicht bekomme. Als ich mich zum Frühstück in die Halle gewürfelt habe, war der Aufbau der Licht- und Tonanlage, aber auch der Bühne noch in vollem Gange. Also erst einmal ab zum Frühstück. Der Tisch im Catering war reichlich gedeckt und so konnte man es sich dann bei lecker Kaffee, frischem Brot und frischen Brötchen, jeder Menge Auslegeware für selbige erst mal recht gemütlich einrichten. Nach dem Frühstück mit dem örtlichen Techniker dann die Befilterung nochmals durchgegangen, die zusätzlichen Scheinwerfer für das Frontlicht positioniert und dann ging es auch schon wieder los mit Einleuchten, Positionieren, Programmieren und Anpassen der Voreinstellungen.
Noch schnell „Horizons programmiert“ und um 17:00 Uhr die Show schon so gut wie fertig im Kasten.
Alles in allem also ein ganz entspannter Tag.

Nach der Arbeit erst mal unter die Dusche geschwungen, ein paar Telefonate erledigt und dann auch schon wieder ins Catering, diesmal pünktlich zum – wiederum sehr leckeren – Abendessen. Also an dieser Stelle will ich schon einmal hervorheben, dass man sich verpflegungstechnisch echt bei keiner der Locations beschweren konnte, es war überall reichlich (bis auf Hannover 2012, da hat es für den armen Lichtler nicht mehr gereicht, bin aber auch erst um 19:30 zum Essen erscheinen) und vor allem geschmacklich sehr gut.

Die Entspannung war dann auch gleich beim zweiten Song vorbei, einer der Musiker hatte es wohl beim 2. Song eilig und so wurde etwas abgekürzt. Bei einer Show, die größtenteils mit „Go+“ durchgeklickert wird, eine eher suboptimale Situation, denn als ich am richtigen Cue war, war der Einstieg ins Gitarrensolo lichttechnisch auch schon versaut. Dann hatte ich bei zwei Songs noch undefinierbare Farben auf meinen Washern, die ich mir nicht erklären konnte, da „eigentlich“ alle Presets gestimmt hatten (habe die Presets danach auch nochmals geprüft, die haben gestimmt). Auch der Dreifach-Clear-Klick brachte farblich keine Verbesserung, so dass ich die richtige Farbe dann über Anwahl des Presets manuell einstellen musste.

Schön war, dass der Kollege Max von Tourservice seine neue Knipse ausprobieren wollte, und sie dazu auf einem Stativ neben meinem Lichtpult platziert hat.Das Dingens hat ein paar hundert Bilder automatisch geschossen; reichlich, um mir davon eine schöne Fotogalerie zu basteln. Vielen Dank nochmals hierfür, Max.

Die Hoffnung, diesmal besser schlafen zu können, hat sich im Bus dann relativ schnell zerschlagen. So schlecht habe ich noch nie in einem Nightliner geschlafen…. Eigentlich habe ich mehr gedöst als richtig in den Schlaf zu finden. Somit kamen wir nach einer langen Nacht endlich in Mannheim an.

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Tag 2, Köln, Gloria

29 Jan

Der langersehnte (und inzwischen dritte) Nachholtermin in Köln!

Das Frühstück im Hotel war sehr lecker – bis auf den Kaffee (wenn Kaffee und Bier mit dem selben Wasser gebraut werden, kein Wunder). Also sind wir noch schnell über die Straße in den Bahnhof und haben uns dort noch einen Kaffe auf den Weg zum Auto mitgenommen. Dieses hatten wir in einer Seitenstraße des Hotels abgestellt, auf einem Parkplatz, auf dem das Parken ab 09:00 Uhr nur gegen Parkschein und 1,00E pro 20 Minuten erlaubt war. Aber um 10:00 Uhr hatten wir Gott sei Dank noch kein Knöllschän.

Die Navigationstante hatte heute einen besseren Tag, so dass wir die Hintereinfahrt des Gloria recht schnell und sicher gefunden haben. Beim Rangieren vor die Tür hat mich dann auch schon ein netter Herr von Europcar angerufen, wann ich denn das Auto zurückbringen will, immerhin sei 09:00 Uhr vereinbart gewesen. Also schnell den Wagen ausgeräumt und da kein Runner zur Hand war, diesen dann auch noch selbst volltanken und zur Autovermietung bringen.

Um kurz vor 12 konnte ich somit dann endlich mit meiner eigentlichen Arbeit beginnen. Bis auf ein paar klemmende Wackellampen ging das auch recht problemlos von der Hand, die einzige Schwierigkeit bereitete mir die Umdisponierung der Musiker auf der Bühne bei dem neu in die Setliste aufgenommenen Song „Horizon“. Mein vorbereitetes Programm war somit hinfällig, also musste ich schnell ein neues zusammenschustern.

Durch meinen verspäteten Start, einen langen Soundchek, bei dem ich weder Wackellampen positionieren noch die restlichen Scheinwerfer auf der Bühne einleuchten wollte, war ich dann auch gegen 19:15 Uhr mit allem fertig und konnte mir noch eine Portion von dem lecker Abendessen sichern.

20:00 Uhr und pünktlich wie immer: Showtime.
Die Show lief recht gut durch, fehlerfrei wird sie nie sein, aber ich war ganz zufrieden. Die Rogbe Robin 100 haben einen guten Job gemacht und erwiesen sich als sehr lichtstark. Lichtschwach, da eben auch veraltet, waren hingegen die MAC 500, die ich noch in der Backtruss hatte – die einzigen Moving Spots auf der Bühne, sonst hatte ich nur die Washlights.

Nach 2 Stunden 45 Minuten Showtime ist man als Raucher nach dem Konzert dann auch recht schnell draußen, um den Nikotinhaushalt wieder in einen angenehmen Bereich zu bringen. Danach noch meine 6 Wackellampen und die Oma abgebaut, um 23:45 war verladen.

Nightliner. Während ich auf der Herbsttour erstaunlich gut im Bus schlafen konnte, wollte es dieses Mal nicht so recht klappen. Aber ein paar Stunden habe ich es dann doch geschafft und bin dann um acht Uhr am nächsten Morgen aufgewacht.

Tag 1: Anreisetag

29 Jan

Die Anreise selbst verlief stau- und pannenfrei. Da mein Tonkollege noch ein Recording hatte, sind wir erst relativ spät, so gegen 17:30 Uhr, in Stuttgart losgefahren. Die Straßen waren erstaunlich frei, so dass wir, nach einem Abendessen unterwegs auf der Raststätte, so gegen 22:30 Uhr im Hotel eingecheckt haben. Eigentlich hätten wir ja schon um 22:00 Uhr einchecken können, aber meine Navigationstante hat in diversen Tunnels und Unterführungen so dermaßen die Peilung verloren, dass uns nur noch der klare Menschenverstand meines Tonkollegen Samson den Weg zum Hotel finden lies. Nachdem wir das Gepäck auf unsere Zimmer gebracht hatten, haben wir es uns noch ein wenig in der Hotelbar gemütlich gemacht, um noch ein Absackerchen zu trinken. Natürlich musste ich mal Kölsch probieren. Bei Kölsch handelt es sich um eine bierähnliche Flüssigkeit, die ausschließlich in Reagenzgläsern serviert wird. Zurecht, wie ich finde, eine größere Portion hätte ich nicht autrinken können. Nach dem Bier (und einem Grappa, um den Geschmack aus dem Mund zu bekommen) habe ich mir dann noch einen Wein bestellt. Da trinken ohne Rauchen nicht so wirklich Spaß macht, sind wir dann auch relativ zeitig gegen 01:00 ins Bett gegangen, nicht ohne uns vorher für 09:00 zum Frühstück zu verabreden.
Der Fernseher war diesmal tatsächlich vom Bett einsehbar, nicht wie zu unserem Tourauftakt 2012 in Hannover nur vom Waschbecken aus. So konnte ich mich schön vom Nachtprogramm in den Schlaf säuseln lassen.