Archiv | ELOY TOUR 2012 RSS feed for this section

Tag 11: Hannover, Capitol

4 Okt

03:00 Uhr am Donnerstag morgen. Das Heimspiel ist vollbracht.

Das zugemietete Lichtmaterial meinte, noch etwas zicken zu dürfen, lag dann aber irgendwie an der Wireless-DMX-Technik. Nach Umstellen der Startadressen der ersten beiden Wackellampen hat dann auch mal alles funktioniert, und ich konnte mit meinem Setup beginnen. Ich glaube es war um 17:00 Uhr herum, als dann die Nachricht kam, dass das Konzert statt findet. Wir waren alle am Zittern, onb Frank Bornemanns Stimme sich nach der Absage des Köln-Gigs wieder erholen würde. Um 19:00 Uhr war alles auch soweit am Start. Dummerweise war das Catering dann schon größtenteils abgeräumt, aber wenigstens blieb dem Lichtler noch ein Stückchen Fleisch und ein paar Kroketten.

Die Show lief gut, aber ich möchte mit W-DMX bitte so schnell nicht mehr arbeiten. Die Verzögerungen waren sichtbar, vor allem beim Dimmer meiner LED-Wackellampen. Die haben sich nicht mehr schön hochgedimmt sondern eher hochgeruckelt. Der Stimmung im Saal tat das beim Heimspiel von ELOY keinen Abbruch, der „Balkon“, auf dem ich Stand, hat bei den schnelleren Nummern ganz schön gewackelt, ich war ganz erschrocken. Keine Show läuft ohne verspieler, natürlich auch wieder bei mir, aber es hielt sich in Grenzen und ist nicht aufgefallen (1 Aussetzer und 2 x den falschen Knopf gedrückt 😉 )

Ja, und dann der Abbau. Das letzte Mal meine Wackler einpacken, das letzte Mal das Pult runterfahren, kein Nightliner mehr vor der Tür sondern der Mietwagen, mit dem du morgen dann nach Hause fahren sollst. Kein Bier mehr im Nightliner, kein in den Schlaf schauckeln mehr und auch keine Gedanken mehr darüber, was einen morgen dann erwartet. Wir Techies waren uns größtenteils einig: „Jeden Monat so für eine Woche wäre doch wohl angebracht…“

Ich freu mich auf zu Hause, auf die vertraute Umgebung, auf vertraute Tagesabläufe und vor allem mal wieder auf meine Frau, die doch nun fast 2 Wochen auf mich verzichten musste und wegen eigenem Stress und eigener Termine nicht mal Gelegenheit hatte, mich auf der Tour zu besuchen.

Von daher wird es höchste Zeit, morgen heimzufahren. Material zurückbringen, den FOH-Samson und die Sigg sicher in Stuttgart abzusetzen und Frauchen ind ie Arme zu schliessen. Ankommen. Daheim sein.

Aber es wird wieder was fehlen. Der Rock’n’Roll, die Reise, das Unbekannte. ELOY. In Köln hat die Band ja noch „nen Deckel“, der muss erst noch abgerechnet werden. Von daher ist es kein Abschied für immer. Wir sehen uns wieder. Unterwegs. Mit ELOY!

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Tag 9: Köln, E-Werk

2 Okt

Ich glaube, auf diesen Termin haben sich alle gefreut. Samson hatte sein Wunsch-PA, meine Lichtanlage war auch wie bestellt, und das E-Werk ist nicht zuletzt eine sehr schöne Location.

Um acht bin ich aufgstanden und habe mich um neun dann auch schon in das hektische Gewusel geworfen, was vor und in der Halle schon im Gange war. Immerhin musste die ganze Anlage erst aufgebaut werden.

Die Jungs von Sonoplus haben das auch super auf die Reihe bekommen, alles war schnell und gut am Start, alles hat funktioniert, wir lagen unter dem Strich sehr gut in der Zeit. Während die Jungs am aufbauen waren, habe ich schon mal das PAR-Licht gepatcht, meine PAR-Presets an den Start gebracht, alle Wackler gepatcht und an den Start gebracht, Goboschärfen justiert, Rotationsgeschwindigkeit der Gobos und des Prismas gespeichert, dann zwischendrin eingeleuchtet usw.

Gegen 17:00 Uhr wollte ich dann die vorderen LED Wackler an den Start bringen, sie haben auch funktioniert aber plötzlich hatten die keine Farbpresets mehr und smit auch keine Farben mehr in den Programmen. Die grandMA wollte auch nicht mehr, wie ich wollte, ich konnte durch keine Cuelist mehr scrollen und nichts.

Also, Show unter neuem Namen gespeichert, Pult wieder hochgefahren. Scrollen konnte ich jetzt wieder, aber die Farben der vorderen Wackler waren verloren.

17:09.: Alles auf Los und das komplette Set-Up neu gemacht: PAR-Kanäle gepatcht, Wackellampen gepatcht, und die gtanze Nummer eben nochmals von vorne.

Gegen 19:30 hatte ich nur noch mit den LED-Floors zu kämpfen, stand aber auch da kurz vor der Lösung des Problems (welches eigentlich gar keines war, aber wenn man das Publikum schon in der Halle hat, ungewaschen – ich war noch nicht dazu gekommen – mit drückend voller Blase am Pult steht, so hilft das dem analytischen Denken nicht unbedingt weiter), wollte mich dann nur noch frisch machen, Zähne putzen, eine Rauchen und dann – Showtime.

Plötzlich kam mein Kollege Samson um die Ecke und sagte: „Mach mal langsam, die brauchen vorne gleich Licht auf der Bühne“. Oh.

Die Erkältung des Frontmanns Frank Bornemann hatte sich soweit verschlimmert, dass er zu allem Überfluss noch seine Stimme verloren hat. Der arme Kerl war tagsüber beim Arzt, hat sich behandeln und spritzen lassen, der Arzt meinte auch, normalerweise müsste die Stimme bis zum abend wieder „soweit hergestellt“ sein, was aber leider nicht der Fall war. Das Konzert in Köln wurde also abgesagt… Nein, sagen wir lieber… erneut verschoben. Das Konzert wird auf alle Fälle nachgeholt.

Ist natürlich ganz bitter für die Fans, die für März Tickets gekauft haben, im Oktober dann endlich die Band erleben wollen und das Konzert zum 2. Mal verschoben werden muss – aber so bitter es ist, so wenig lässt es sich ändern.
Heute ist Aufbautag in Hannover, alles einrichten und aufbauen für die morgige Show.

Köln, wir sehen uns, an die restlichen Leser dieses Blogs: Man liest sich…

Tag 8: Stuttgart, Longhorn

1 Okt

… das Heimspiel sozusagen.

Mit der Gesundheit in unserer ist es nicht mehr so dolle, viele husten und schniefen. Wenn es einer hat, dann überträgt sich sowas schnell auf alle anderen. Auch meine Erkältung könnte „besser“ sein, muss ja aber nicht, wäre ansonsten ja langweilig.

Das Frühstück war sehr lecker, allerdings war unseren „nordischen“ Kollegen das „Dreierlei Gsälz“ so suspekt, dass sie lieber zu Honig und Nutella griffen, schließlich will man sich nicht vergiften.
Bodo erteilt aber jeden Tag Schwäbischunterricht, das „le“ ma Ende vieler schwäbischer Worte wird sich jetzt in die Welt verbreiten (der Backlinerkollege fiel vom Glauben ab, als er gestern ein Case öffnete, das innen im Deckel die Aufschrift „4 Böxle“ hatte).

Das Setup ging diesmal einigermaßen schnell von der Hand, ich bekam zusätzliche MAC700, die netwa die gleichen Funktionen wie die MAC575 vom Vortag hatten, also musste ich bei Gobo- und Prismenrotation nicht lange zu frickeln. Schön an der grandMA ist ja auch, dass wenn ich gegenläufige Rotationen einrichten möchte, nicht mal mehr im Kopf zu rechnen brauche. Ich lege einfach die „letzten“ Punkte fest, an denen „No Rotation“ ist und gebe von diesen Werten bei der einen Gruppe dann in der Direkteingabe „+x“ und für die andere Gruppe „-x“. Am Scanco saß ich da mit Laptop und Hex-Umrechnungstabelle…

Viel Licht hat es im LKA ja nicht, außer den 8 Wackellampen bekam ich noch 2 ACL-Sätze und 6 Profiler dazu. Von den beiden ACL-Sätzen konnte ich dann wenigstens auch einen noch aufbauen, dann war dieser Fisch auch gelutscht.

Zum Abendessen gab es Bohnen, ich hatte ja schon die Befürchtung, dass mein FOH Kollege sich wieder welche einverleibt und ich die Blähungen davon bekomme, er hat aber dankenswerterweise darauf verzichtet.
Es gab leckeren Rinderschmorbraten mit allerlei Beilagen und es war wieder sehr lecker. Tina, eine der Backgroundsängerinnen meinte, „wenn man so unterwegs ist, ist man nur am Essen, ich werde täglich mehr. Aber Arndt leuchtet uns immer schön schlank.“ Meinem Ruf als Prinz Charming muss natürlich auch ich täglich gerecht werden, also konnte ich mir den Satz „das funktioniert nur in der vorderen Bühnenreihe“ nicht verkneifen.

Beim zweiten Song hab ich dann gleich mal richtig daneben gehauen, natürlich nicht nur einmal, nein, ne ganze Serie hab ich da abgeliefert, aber danach lief es dann rund.

Jetzt steh ich hier in Köln, hinter dem E-Werk, hinter der Harald Schmidt Show und hinter „EWTN“ – dem „Katholischen Fernsehen Weltweit“. Na dann…

Tag 7: Mainz, Phoenixhalle

30 Sep

… oder auch der Tag, an dem der Wurm drin war.

Erst mal habe ich es nicht auf die Reihe bekommen, einen gescheiten Befilterungsplan auf Anhieb zu erstellen. Der 3. Versuch hat dann geklappt und der örtliche Kollege hat sich dann auch gleich an die Arbeit gemacht, den Plan umzusetzen.
Beim Check der einzelnen Lampen hat sich dann herausgestellt, dass eines der 6er Bars verkehrt herum an der Traverse hing (nicht „gespiegelt“ zur Mitte sondern parallel). Also Truss runter, Bar gedreht, umbefiltert und wieder hoch mit dem Ding

Ich begann dann mit dem Setup am Pult und nach dem Patch des PAR-Lichts zeigte sich noch ein Fehler an zwei der hinteren Bars, sah entweder nach Kurzschluss oder fehlendem Nullleiter aus. Also Truss runter, Verbindungskabel zwischen den Lampenbars getauscht, danach die Zuleitung zum 1. Bar und als das auch keinen Erfolg brachte, den Dimmerausgang gewechselt – Gott sei Dank war es ein MA Dimmerschrank mit Hotpatch, so dass dies relativ schnell funktioniert hat.

Dennoch, plötzlich war es 16:00 Uhr, es war noch nicht eingeleuchtet, die Wackellampen hatten gerade mal Farben und Gobos im Setup und auch ansonsten war noch nicht viel fertig. Vor dem Soundcheck haben wir dann die Fronttruss eingeleuchtet – mit Genie. Hoch, 4 Lampen gestellt, runter, Genie verschieben, wieder hoch usw…
Die Back- und Midtruss mit insg. 10 6er Bars und 4 ACL-Sätzen wollte er mit der Leiter von der Bühne aus machen. Bühne war natürlich schon alles aufgebaut.
Es fand sich dann aber ein Kollege mit entsprechender PSA und Kletterausrüstung, der dann die Traversen bestieg und die Lampen von oben eingeleuchtet hat – während des Soundchecks bei voller Hallenbeleuchtung und ohne Nebel. Naja, hat einigermaßen ausgesehen, aber es hätte durchaus besser sein können.

Um halb acht hatte ich dann das Meiste soweit fertig, dass ich wenigstens noch ein paar Speisen des afrikanischen Buffets probieren konnte, dann wieder ab ans Pult und noch ein paar Feinheiten gerichtet.
Um viertel nach 8 ging es dann endlich los.

Wenigstens habe ich bei der Show in der Zwischenzeit Routine, die lief dann wenigstens im Goßen und Ganzen pannenfrei.

Schaun mer mal, ob es bei Bodos und meinem „Heimspiel“ heute dann besser läuft.

Tag 6: Pratteln, CH

29 Sep

Auf Pratteln haben wir uns alle ja schon gefreut. Hoher Saal, gute Akustik und natürlich nicht zuletzt auch wegen der Leute dort.
„The Saw“ über mir und „The Earthquake“ in der Kabine hinter mir haben mich dann so gegen 07:00 Uhr bewogen, das Heiabettchen zu verlassen. Erst mal den Blog geshrieben, geschaut, was es denn so neues gibt in der Welt und natürlich Kaffee getrunken. Irgendwann sind dann auch mal die Kollegen aus den Betten gepurzelt, man trank Kaffee, und die eine oder andere Zigarette wurde auch schon geraucht. Und die kaffeetrinkenden Zigarettenraucher kennen das ja: Nach spätestens 3 Kaffee und 2 Kippen verspürt man so ein heimlich reißen und möchte nur noch sch…., genau.
So erging es mir natürlich auch. So gegen neun. Um zehn gehen normalerweise erst die Türen auf… Die Stunde zwischen 09:00 und 10:00 gehört also zu einer der längsten Stunden, die ich je erlebt habe.
Um kurz vor zehn hielt ich es dann nicht mehr aus und bin hoch in den Ort gelaufen, um nach einer einigermaßen öffentlichen Toilette Ausschau zu halten. An der AVIA-Tankstelle fand ich dann Erlösung.

Wenn was raus geht, geht ja auch bekanntlich wieder was rein und nach einer heissen Dusche und einer Rasur gab es erst mal gepflegt Frühstück: Spiegeleier, Speck oder wie Steve meinte: „Oh, englisches Frühstück“. Nein, dazu fehlte die Pfefferminzsoße…

Frisch gestärkt ging es dann ans Tageswerk, einleuchten, Angelo damit nerven, alles umbefiltern zu dürfen, Lampen programmieren und immer wieder erst mal alles an den Start zu bekommen.
Aber mit den Jungs im z-7 ist das ne ganz entspannte Sache, man hat immer viel Spaß und die Jungs kennen ihre Technik aus dem FF

Babs hat uns dann wieder lecker Essen gekocht (es gab Kartoffelbrei, ich wollte nämlich, dass die Bohrmaschine mit Schneebesenaufsatz wieder zum Einsatz kommt… Mal eben Foto suchen… Ahja, hier):

Dann habe ich kurz vor der Show meiner Frau noch geschrieben, dass ich sie morgen auf Arbeit mal Anrufe. Nun, mit der Entgegnung, wie ich sie Samstags im Büro erreichen möchte, hatte sie natürlich recht, aber man verliert selbst nach so kurzer Zeit das Gefühl für die Wochentage. Heute ist nicht Samstag, heute ist Mainz, Morgen nicht Sonntag sondern Stuttgart, da kann sowas schon mal vorkommen.

Um 00:00 gab es dann noch einen Geburtstag zu feierrn, naja, wenigstens kurz gratuliert und angestoßen, dann langsam den Gruscht zusammengepackt und wieder in unser Wohnmobil gesetzt. Nach einer Stunde und 2 Bier war es dann auch für mich wieder genug Rock’n’Roll und habe mich ins Bettchen gemümelt – wieder aufgestanden, und Handy aus der Hose geholt und wieder eingemümmelt…. Nochmals aufgestanden und die Ohropax aus der Hose geholt und wieder eingemümmelt… Dann nochmals aufgestanden und gepinkelt und wieder eingemümmelt… Bis kurz nach 8 an diesem Samstag morgen

Tag 5: München, Theaterfabrik

28 Sep

Von der Fahrt Berlin-München haben wir nicht viel mitbekommen. Dennoch waren die letzten Meter vor dem Ziel (so gegen morgens um halb zehn) wieder erwähnenswert.

Natürlich waren an diesem morgen fleissige Bauarbeiter dabei, die Zufahrt auf das Gelände auszubaggern – Kopfsteinpflaster weg und Grube ausgehoben. Aber Hilfe nahte in Form einer wichtigen Person in schwarz-gelbem Outfit, Funkgerät, Handy und einer Tom-Selleck-Gedächtnisrotzbremse, die das Original neidisch gemacht hätte – der örtliche… ja, was war es denn? Security? Platzwart? Baustellenbewacher? Man weiss es nicht so genau…

Unser Fahrer also noch draußen, die Situation klären… Schnell schlug ihm die vor allem in München bekannte bayrische Herzlichkeit entgegen, die Arbeiter un der „Ordner“ hatten ihn schnell ins Herz geschlossen. Der Bus unserer betreuten Reisegruppe stand ja auch nur mitten auf der Strasse, wir hatten ja alle Zeit der Welt.

Die Arbeiter haben also ihre Grube wieder mit Sand aufgefüllt, damit wir reinfahren konnten (der Ordner hatte wohl entsprechende Weisung erteilt), Matthias (Fahrer) hat die Absperrungen der Baustelle mal ein wenig zurechtgerückt, nicht dass wir sie mit dem Anhänger noch mitschleifen. DEr Baggerfahrer sagte dann irgendwas wie „Jo mei, olso Obsperrung verschieben blobloblo Flensburg“, was Matthias mit einem freundlichen Götz von Berlichîngen Zitat quittierte.

Matthias also wieder in den Bus, zurückgesetzt, damit er ausholen und die Einfahrt anpeilen konnte, und rauf aufs Gelände. Langsam… man musste über den Randstein und die fachgerecht mit Sand aufgefüllte Baustelle – mit 26 Tonnen Bus! Zu langsam für unseren Selleck-Pornobalkenträger, der in seinem Biene Maja Kostüm immer heftiger rumfuchtelte und uns einwies…

„Ja, mhmmm, genau, ja ich wiess, ich kann nicht fahren“ – ich muss ihn bewundern, unserern Fahrer.

Jetzt waren wir endlich da. Die Kollegen von Rain Age, die die dortige Technik ein wenig aufpimpen mussten, waren schon fleissig bei der Arbeit und ich habe mich nach einem kurzen frisch machen und Frühstück dann auch gleich an selbige begeben. Es wurden High End System Technospot verbaut, eine mir bis dahin unbekannte Lampe.
Als ich denen dann zum Intro zum ersten Mal den „Schieber“ aufgemacht habe, musste ich erst mal gegensteuern, denn da kam richtig Brett raus.

Das Problem an der Theaterfabrik ist die niedrige Deckenhöhe. Die Musiker bekamen das vordere Licht natürlich relativ „frontal“ und die Wärme wollte natürlich auch nicht so recht abziehen. Ständig habe ich die Helligkeit reduziert, aber das hat wenig genutzt, der Schweiss floss, die Kreisläufe kamen ins Stocken.
Richtig eingeheizt hat aber vor allem das Publikum, welches die Band wieder richtiggehend gefeiert hat, es war wieder eine umwerfende Stimmung.

Ich hatte noch lieben Besuch von einem „Logenbruder“, der „aus der Gegend“ kommt, leider konnten wir uns nicht allzu viel unterhalten, da nach dem Konzert schnell die Absperrungen weggerissen wurden und ich schnellstens mein Gedönse in Sicherheit bringen musste…

Im Bus dann bei Super-RTL Kaminfeuer noch zwei Bierchen gezischt und dann in die Furzkoje gewickelt. Jetzt stehe ich hier in der Schweiz, in 2 Stunden gibt es Frühstück, in 12 Stunden eine weitere Show…

Tag 4: Day-Off in Berlin

26 Sep

Ihr kennt das. Ihr steht nach 8 Stunden Schlaf auf und fühlt euch nicht viel fitter als vor dem zu Bett gehen.

So erging es mir heute morgen um 08:00. Geschwollene Augen, geschwollene Beine und – ganz fatal – ein Kratzen im Hals.

Egal… Geduscht und ab ans Frühstücksbuffet. Der Einzige, der von der Kapelle da saß, war Hannes, einer der Keyboarder der Band und genau so ein verrückter, verdammter Perfektionist wie ich. Keine Ruhe geben, bevor nicht alles „perfekt“ ist, auch wenn man mal ne Nacht lang durchprogrammieren muss – er an seinen Sounds, ich an meinen Bildern.

Wir interhielten uns – wie kann es auch ander sein – über mein Licht und seine Sounds. Und über weiteres, über Zukunft.

Nach dem Frühstück bin ich ins Zimmer, welches bis 15:00 zur Verfügung stand und habe – wer weiss es?!?

Richtig, programmiert. Bis 13:00.

Mehrere Fehler im Ablauf ausgebügelt und noch ein paar „Specials“ beigefügt.

Danach hatte ich unbändige Lust auf einen Stumpen – eines der wenigen Hobbies, denen ich fröhne. Aber fein, am 4-Sterne Bunker klebt ja das Schildchen „Habanos Lounge“.
Also zum Concierge und mal in Jeans und Beleuchter™-Shirt angefragt, in welchem „Schdock“ die denn sei. „Jaaaaaaaa, da können Sie nicht so ohne weiteres rein, das müssen Sie dazubuchen. Melden Sie sich bitte an der Rezeption“. Wenn er wüsste, wie sehr er und sein Laden in dem Moment in meinem Ansehen gesunken sind – wäre ihm das sicher auch egal.

Also zurück aufs Zimmer und noch ne Runde geschlafen. Halb drei ging der Wecker, (hoffentlich) alles zusammengepackt, ausgecheckt und mit dem FOH-Tonmann Samson noch ne Kippe vor dem Hotel geraucht, auf den Rest der Reisegruppe gewartet und mit dem Taxi wieder zurück zum Nightliner, der noch am Postbahnhof stand.

Halsschmerz wurde stärker, ich habe dann noch den Blog von gestern geschrieben und um halb 8 sind wir Techies dann in den Ostbahnhof zum Essen. Bzw. Bin ich erst mal in die Apotheke: Gripostat, Nasenspray, Dobendan und für einen der Kollegen noch Magentropfen. Ihr seht, es läuft.

In der Play Off Sports Bar haben wir dann gegessen, und (teilweise, mich interessierts ja nicht) die Stuttgarter Schmach gegen Hoffenheim auf Sky verfolgt.

Dort hatte ich 3 dunkle Hefe, danach schon mal pauschal an den Bus gewackelt (ca. 50 Meter). Da sitze ich nun mit noch 3 Jackie-Cola obendrauf und hoffe, dass ich für München wieder fit bin. Da kommt nämlich auch wieder gaaaaanz lieber Besuch, diesmal nicht von Twitter sondern aus „meinem“ Zigarrenforum der Jürgen.

Bis dahin in alter Frische, euer „Beleuchter“