Archiv | September, 2012

Tag 7: Mainz, Phoenixhalle

30 Sep

… oder auch der Tag, an dem der Wurm drin war.

Erst mal habe ich es nicht auf die Reihe bekommen, einen gescheiten Befilterungsplan auf Anhieb zu erstellen. Der 3. Versuch hat dann geklappt und der örtliche Kollege hat sich dann auch gleich an die Arbeit gemacht, den Plan umzusetzen.
Beim Check der einzelnen Lampen hat sich dann herausgestellt, dass eines der 6er Bars verkehrt herum an der Traverse hing (nicht „gespiegelt“ zur Mitte sondern parallel). Also Truss runter, Bar gedreht, umbefiltert und wieder hoch mit dem Ding

Ich begann dann mit dem Setup am Pult und nach dem Patch des PAR-Lichts zeigte sich noch ein Fehler an zwei der hinteren Bars, sah entweder nach Kurzschluss oder fehlendem Nullleiter aus. Also Truss runter, Verbindungskabel zwischen den Lampenbars getauscht, danach die Zuleitung zum 1. Bar und als das auch keinen Erfolg brachte, den Dimmerausgang gewechselt – Gott sei Dank war es ein MA Dimmerschrank mit Hotpatch, so dass dies relativ schnell funktioniert hat.

Dennoch, plötzlich war es 16:00 Uhr, es war noch nicht eingeleuchtet, die Wackellampen hatten gerade mal Farben und Gobos im Setup und auch ansonsten war noch nicht viel fertig. Vor dem Soundcheck haben wir dann die Fronttruss eingeleuchtet – mit Genie. Hoch, 4 Lampen gestellt, runter, Genie verschieben, wieder hoch usw…
Die Back- und Midtruss mit insg. 10 6er Bars und 4 ACL-Sätzen wollte er mit der Leiter von der Bühne aus machen. Bühne war natürlich schon alles aufgebaut.
Es fand sich dann aber ein Kollege mit entsprechender PSA und Kletterausrüstung, der dann die Traversen bestieg und die Lampen von oben eingeleuchtet hat – während des Soundchecks bei voller Hallenbeleuchtung und ohne Nebel. Naja, hat einigermaßen ausgesehen, aber es hätte durchaus besser sein können.

Um halb acht hatte ich dann das Meiste soweit fertig, dass ich wenigstens noch ein paar Speisen des afrikanischen Buffets probieren konnte, dann wieder ab ans Pult und noch ein paar Feinheiten gerichtet.
Um viertel nach 8 ging es dann endlich los.

Wenigstens habe ich bei der Show in der Zwischenzeit Routine, die lief dann wenigstens im Goßen und Ganzen pannenfrei.

Schaun mer mal, ob es bei Bodos und meinem „Heimspiel“ heute dann besser läuft.

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Tag 6: Pratteln, CH

29 Sep

Auf Pratteln haben wir uns alle ja schon gefreut. Hoher Saal, gute Akustik und natürlich nicht zuletzt auch wegen der Leute dort.
„The Saw“ über mir und „The Earthquake“ in der Kabine hinter mir haben mich dann so gegen 07:00 Uhr bewogen, das Heiabettchen zu verlassen. Erst mal den Blog geshrieben, geschaut, was es denn so neues gibt in der Welt und natürlich Kaffee getrunken. Irgendwann sind dann auch mal die Kollegen aus den Betten gepurzelt, man trank Kaffee, und die eine oder andere Zigarette wurde auch schon geraucht. Und die kaffeetrinkenden Zigarettenraucher kennen das ja: Nach spätestens 3 Kaffee und 2 Kippen verspürt man so ein heimlich reißen und möchte nur noch sch…., genau.
So erging es mir natürlich auch. So gegen neun. Um zehn gehen normalerweise erst die Türen auf… Die Stunde zwischen 09:00 und 10:00 gehört also zu einer der längsten Stunden, die ich je erlebt habe.
Um kurz vor zehn hielt ich es dann nicht mehr aus und bin hoch in den Ort gelaufen, um nach einer einigermaßen öffentlichen Toilette Ausschau zu halten. An der AVIA-Tankstelle fand ich dann Erlösung.

Wenn was raus geht, geht ja auch bekanntlich wieder was rein und nach einer heissen Dusche und einer Rasur gab es erst mal gepflegt Frühstück: Spiegeleier, Speck oder wie Steve meinte: „Oh, englisches Frühstück“. Nein, dazu fehlte die Pfefferminzsoße…

Frisch gestärkt ging es dann ans Tageswerk, einleuchten, Angelo damit nerven, alles umbefiltern zu dürfen, Lampen programmieren und immer wieder erst mal alles an den Start zu bekommen.
Aber mit den Jungs im z-7 ist das ne ganz entspannte Sache, man hat immer viel Spaß und die Jungs kennen ihre Technik aus dem FF

Babs hat uns dann wieder lecker Essen gekocht (es gab Kartoffelbrei, ich wollte nämlich, dass die Bohrmaschine mit Schneebesenaufsatz wieder zum Einsatz kommt… Mal eben Foto suchen… Ahja, hier):

Dann habe ich kurz vor der Show meiner Frau noch geschrieben, dass ich sie morgen auf Arbeit mal Anrufe. Nun, mit der Entgegnung, wie ich sie Samstags im Büro erreichen möchte, hatte sie natürlich recht, aber man verliert selbst nach so kurzer Zeit das Gefühl für die Wochentage. Heute ist nicht Samstag, heute ist Mainz, Morgen nicht Sonntag sondern Stuttgart, da kann sowas schon mal vorkommen.

Um 00:00 gab es dann noch einen Geburtstag zu feierrn, naja, wenigstens kurz gratuliert und angestoßen, dann langsam den Gruscht zusammengepackt und wieder in unser Wohnmobil gesetzt. Nach einer Stunde und 2 Bier war es dann auch für mich wieder genug Rock’n’Roll und habe mich ins Bettchen gemümelt – wieder aufgestanden, und Handy aus der Hose geholt und wieder eingemümmelt…. Nochmals aufgestanden und die Ohropax aus der Hose geholt und wieder eingemümmelt… Dann nochmals aufgestanden und gepinkelt und wieder eingemümmelt… Bis kurz nach 8 an diesem Samstag morgen

Tag 5: München, Theaterfabrik

28 Sep

Von der Fahrt Berlin-München haben wir nicht viel mitbekommen. Dennoch waren die letzten Meter vor dem Ziel (so gegen morgens um halb zehn) wieder erwähnenswert.

Natürlich waren an diesem morgen fleissige Bauarbeiter dabei, die Zufahrt auf das Gelände auszubaggern – Kopfsteinpflaster weg und Grube ausgehoben. Aber Hilfe nahte in Form einer wichtigen Person in schwarz-gelbem Outfit, Funkgerät, Handy und einer Tom-Selleck-Gedächtnisrotzbremse, die das Original neidisch gemacht hätte – der örtliche… ja, was war es denn? Security? Platzwart? Baustellenbewacher? Man weiss es nicht so genau…

Unser Fahrer also noch draußen, die Situation klären… Schnell schlug ihm die vor allem in München bekannte bayrische Herzlichkeit entgegen, die Arbeiter un der „Ordner“ hatten ihn schnell ins Herz geschlossen. Der Bus unserer betreuten Reisegruppe stand ja auch nur mitten auf der Strasse, wir hatten ja alle Zeit der Welt.

Die Arbeiter haben also ihre Grube wieder mit Sand aufgefüllt, damit wir reinfahren konnten (der Ordner hatte wohl entsprechende Weisung erteilt), Matthias (Fahrer) hat die Absperrungen der Baustelle mal ein wenig zurechtgerückt, nicht dass wir sie mit dem Anhänger noch mitschleifen. DEr Baggerfahrer sagte dann irgendwas wie „Jo mei, olso Obsperrung verschieben blobloblo Flensburg“, was Matthias mit einem freundlichen Götz von Berlichîngen Zitat quittierte.

Matthias also wieder in den Bus, zurückgesetzt, damit er ausholen und die Einfahrt anpeilen konnte, und rauf aufs Gelände. Langsam… man musste über den Randstein und die fachgerecht mit Sand aufgefüllte Baustelle – mit 26 Tonnen Bus! Zu langsam für unseren Selleck-Pornobalkenträger, der in seinem Biene Maja Kostüm immer heftiger rumfuchtelte und uns einwies…

„Ja, mhmmm, genau, ja ich wiess, ich kann nicht fahren“ – ich muss ihn bewundern, unserern Fahrer.

Jetzt waren wir endlich da. Die Kollegen von Rain Age, die die dortige Technik ein wenig aufpimpen mussten, waren schon fleissig bei der Arbeit und ich habe mich nach einem kurzen frisch machen und Frühstück dann auch gleich an selbige begeben. Es wurden High End System Technospot verbaut, eine mir bis dahin unbekannte Lampe.
Als ich denen dann zum Intro zum ersten Mal den „Schieber“ aufgemacht habe, musste ich erst mal gegensteuern, denn da kam richtig Brett raus.

Das Problem an der Theaterfabrik ist die niedrige Deckenhöhe. Die Musiker bekamen das vordere Licht natürlich relativ „frontal“ und die Wärme wollte natürlich auch nicht so recht abziehen. Ständig habe ich die Helligkeit reduziert, aber das hat wenig genutzt, der Schweiss floss, die Kreisläufe kamen ins Stocken.
Richtig eingeheizt hat aber vor allem das Publikum, welches die Band wieder richtiggehend gefeiert hat, es war wieder eine umwerfende Stimmung.

Ich hatte noch lieben Besuch von einem „Logenbruder“, der „aus der Gegend“ kommt, leider konnten wir uns nicht allzu viel unterhalten, da nach dem Konzert schnell die Absperrungen weggerissen wurden und ich schnellstens mein Gedönse in Sicherheit bringen musste…

Im Bus dann bei Super-RTL Kaminfeuer noch zwei Bierchen gezischt und dann in die Furzkoje gewickelt. Jetzt stehe ich hier in der Schweiz, in 2 Stunden gibt es Frühstück, in 12 Stunden eine weitere Show…

Tag 4: Day-Off in Berlin

26 Sep

Ihr kennt das. Ihr steht nach 8 Stunden Schlaf auf und fühlt euch nicht viel fitter als vor dem zu Bett gehen.

So erging es mir heute morgen um 08:00. Geschwollene Augen, geschwollene Beine und – ganz fatal – ein Kratzen im Hals.

Egal… Geduscht und ab ans Frühstücksbuffet. Der Einzige, der von der Kapelle da saß, war Hannes, einer der Keyboarder der Band und genau so ein verrückter, verdammter Perfektionist wie ich. Keine Ruhe geben, bevor nicht alles „perfekt“ ist, auch wenn man mal ne Nacht lang durchprogrammieren muss – er an seinen Sounds, ich an meinen Bildern.

Wir interhielten uns – wie kann es auch ander sein – über mein Licht und seine Sounds. Und über weiteres, über Zukunft.

Nach dem Frühstück bin ich ins Zimmer, welches bis 15:00 zur Verfügung stand und habe – wer weiss es?!?

Richtig, programmiert. Bis 13:00.

Mehrere Fehler im Ablauf ausgebügelt und noch ein paar „Specials“ beigefügt.

Danach hatte ich unbändige Lust auf einen Stumpen – eines der wenigen Hobbies, denen ich fröhne. Aber fein, am 4-Sterne Bunker klebt ja das Schildchen „Habanos Lounge“.
Also zum Concierge und mal in Jeans und Beleuchter™-Shirt angefragt, in welchem „Schdock“ die denn sei. „Jaaaaaaaa, da können Sie nicht so ohne weiteres rein, das müssen Sie dazubuchen. Melden Sie sich bitte an der Rezeption“. Wenn er wüsste, wie sehr er und sein Laden in dem Moment in meinem Ansehen gesunken sind – wäre ihm das sicher auch egal.

Also zurück aufs Zimmer und noch ne Runde geschlafen. Halb drei ging der Wecker, (hoffentlich) alles zusammengepackt, ausgecheckt und mit dem FOH-Tonmann Samson noch ne Kippe vor dem Hotel geraucht, auf den Rest der Reisegruppe gewartet und mit dem Taxi wieder zurück zum Nightliner, der noch am Postbahnhof stand.

Halsschmerz wurde stärker, ich habe dann noch den Blog von gestern geschrieben und um halb 8 sind wir Techies dann in den Ostbahnhof zum Essen. Bzw. Bin ich erst mal in die Apotheke: Gripostat, Nasenspray, Dobendan und für einen der Kollegen noch Magentropfen. Ihr seht, es läuft.

In der Play Off Sports Bar haben wir dann gegessen, und (teilweise, mich interessierts ja nicht) die Stuttgarter Schmach gegen Hoffenheim auf Sky verfolgt.

Dort hatte ich 3 dunkle Hefe, danach schon mal pauschal an den Bus gewackelt (ca. 50 Meter). Da sitze ich nun mit noch 3 Jackie-Cola obendrauf und hoffe, dass ich für München wieder fit bin. Da kommt nämlich auch wieder gaaaaanz lieber Besuch, diesmal nicht von Twitter sondern aus „meinem“ Zigarrenforum der Jürgen.

Bis dahin in alter Frische, euer „Beleuchter“

Tag 3: Berlin Postbahnhof

26 Sep

Um ziemlich genau 08:00 Uhr hat mich das Schnarchen des über mir nächtigenden Schlagzeugers aus meiner kuscheligen Schlafkabine vertrieben.

Also erst mal nen Kaffee an den Start bringen wollen, was wegen irgendeiner für mich nicht näher definierbaren roten Kontrolleuchte an der Saeco im Bus erst mal zum Scheitern verurteilt war. Aber Steve, der kurz nach mir aus der „Furzkoje“ auftauchte, hat das Problem durch Auffüllen von Wasser behoben. Der Tag war erst mal gerettet.

Um 10:00 sind wir dann in den Postbahnhof, haben die Morgentoilette erledigt, lecker gefrühstückt und auf dem Weg zum Bus, um den Waschbeutel wegzubringen, haben ich schon den örtlichen Lichtkollegen auf der Bühne werkeln sehen.

Also, Befilterung besprochen, befiltert, eingeleuchtet und dann mal wieder ans Pult, Setup machen.

Kurz vor Showbeginn kam dann auch mein Besuch für diesen Tag an, der unter dem Namen @nasiVT twitternde Veranstaltungstechniker Mario hatte nichts besseres zu tun und wollte sich die Show gerne mal ansehen. Hat mich sehr gefreut, dass er die Zeit gefunden hat.

Kurz nach Showbeginn habe ich dann festgestellt, dass ich die Lampen für Backings und Keys falsch gepatcht hatte – nämlich genau vertauscht. Beim ersten Keyboardsolo standen die Tastenmänner also relativ im Dunkeln, während das zu dieser Zeit noch leere Podest für die Backing Vocals schön beleuchtet war. Beim 2. Lied kam dann eine kurze, ruhige Passage, also schnell ins Setup, Lampen umgepatcht und weiter die Show abgefahren.

Und natürlich habe ich wieder ein paar Fehler gefunden, die ich noch auszubügeln habe.

Gegen 22:30 war die Show dann gelaufen, das Berliner Publikum ist super mitgegangen und das Feeling in der Halle war sehr gut.

Aber nach 2,5 Stunden Nikotinentzug musste ich mich mit meinem Gast als aller Erstes durch die Menge kämpfen und vor dem Postbahnhof eine rauchen.
Danach hat er sich verabschiedet, für ihn ging es heute um 07-hundert gleich wieder los. Ich habe dann meinen Pultplatz abgebaut, oben im Catering erst mal eine original Berliner Boulette gevespert (ich kann euch beruhigen, die schmecken auch nicht anders als unsere Fleischküchle), Bierchen getrunken um runterzukommen – 8 Stunden Setup und danach 2,5 Stunden (schwitzend durch steigende Raumtemperaturen) voll konzentriert eine Show zu fahren ist Sport!

Danach ging es wieder in den Nightliner – das Gepäck rausholen. Heute ist Off-Day und wir haben – für diese Tour wohl das letzte Mal – den Luxus eines Hotels geniessen dürfen.

Ich glaube ich hatte schon erwähnt, dass es mit dem Rock’n’Roll schwer abwärts geht… Um ca. 00:30 war ich im Hotel, bin aufs Zimmer und habe mich relativ schnell schlafen gelegt. Natürlich hatte ich vergessen, noch 1-2 Fläschchen Bier aus dem Catering mitzunehmen und für nen 0,33l Bierchen aus der Minibar war ich angesichts der aufgerufenen 3,90€(!) zu geizig.

In der Zwischenzeit sitze ich wieder im Bus, aber zum heutigen Tag (der ja noch lange nicht vorbei ist) komme ich dann in Kürze.

Tag 2: Hamburg, Markthalle

25 Sep

Am Morgen um 07:00 Uhr war erst einmal Treffpunkt, um die Backline und eben das Gerümpel, welches so alles mit muss, in den Anhänger des Nightliners zu laden. Es waren 2 Stunden für die Aktion angesetzt, da das Material mit einem Lastenaufzug aus dem 2. Stocke des Gebäudes erst einmal nach unten transportiert werden musste.
Dank einsetzenden Gewitterregens hatten wir es in exakt 43min geschafft und haben uns dann erst mal in den Bus gesetzt, um Kaffee zu trinken, sich das Bettchen zu reservieren und Raucher- und Nichtraucherbereiche abzustecken.

Als dann alle anwesend waren, ging es um kurz vor zehn dann auch mal los Richtung Hamburg. Selbstverständlich nicht Baustellen- und auch nicht staufrei, so dass wir um 12:30 dann mal an der Markthalle ankamen. Der örtliche Veranstalter hatte extra für den Nightliner Parkverbotsschilder aufgestellt. Manch Norddeutschen stört sowas aber relativ wenig und so war das mit dem Parkplatz auch erst mal erledigt. Wenigstens war die Strasse 2-spurig, so dass wir eben erst mal in der 2. Reihe parkten.

Ich hab mir dann mal gleich mein Filterköfferchen geschnappt und die Markthalle gestürmt, die örtlichen Techniker warteten schon auf uns, es standen die Monitore und es war alles für die Backline vorbereitet.

Mein Lichtkollege hat sich dann gleich an die arbeit gemacht und die Scheinwerfer nach meinen Wünschen befiltert und so ging die Arbeit denn auch gleich los.

Ohne euch lange zu langweilen: Pult aufgestellt, Show geladen und den örtlichen Geräten angepasst. Letztenendes hatte ich zur Saalöffnung alles soweit im Griff und die Show konnte beginnen. Die Lampen waren ein wenig eigenartig, ich hatte noch nie bei einer Lampe die Control-Funktionen (Lamp On, Lamp Off, Reset auf dem Dimmer(!)kanal… VOR der Dimmerfunktion (die ging von 129 bis 255) – und ich hatte den Dimmer nicht als PRESET programmiert sondern gaaanz elegant mit „@0“ bzw. „@100“. Naja, hab das dann aber letzten Endes in den Griff bekommen und alles war gut…

Um 19:30 schnell was gefuttert, dann Show von 20:00 bis 22:30 Uhr, also die Kapelle hat echt mal ein schönes und langes Programm zusammengestellt.

ELOY wurde richtig gefeiert, die Stimmung in der vollen Markthalle war gigantisch und ich hatte mehr als einmal Gänsehaut hinter dem Pult.

Nach dem Job erst mal dann alles zusammengeräumt, Filter eingesammelt, geduscht und dann ab in den Nightliner. Da mit dem Teil der Band, die mitreist und meinen Kollegen von der Technik zwei Bierchen gezischt und schon war ich Bettfein.

Jetzt sitz ich hier bei einer lecker Tasse Kaffe, einem Zigarettchen und meiner Pultsoftwae und bin bereits an den Vorbereitungen für den heutigen Gig. Um zehn geht’s los, ab da steht das Frühstück bereit und um 11:00 Uhr ist Arbeitsbeginn.

Vielleicht schaffe ich es ja heute, auch ein paar Fotos zu machen, dann wird der Blog auch mal ein wenig bunter.

Tag 1: Anreisetag

23 Sep

So, der offizielle Tourstart ist morgen in Hamburg, heute sind wir erst einmal nach Hannover angereist. Wir, das sind der FOH-Mann Sven „Samson“ Geiger von Neckarklangwerke und ich, der Betreiber dieses Blogs, Arndt Kircher.

Die letzten Tage waren arbeitsreich. Die komplette Show ist – hoffentlich für alle Locations passend – vorprogrammiert, das Tagesgeschäft meines kleinen Unternehmens lief natürlich ungebremst weiter.

Nachdem mir Samson letzte Woche anrief, er wolle gerne 2 x 12HE Racks mitnehmen war klar, dass wir mit meinem Citroen Nemo nicht allzu weit kommen, zumal ich selbst für die Tour noch eine grandMA full-size 6 x JB VaryledA7 mit im Gepäck habe. Also hat uns der Tourveranstalter noch schnell einen Miettransporter organisiert, den ich dann am Samstag im benachbarten Villingen-Schwenningen abholen konnte. Leider hatten die nicht mehr den gewünschten Mercedes Vito, der vollkommen ausreichend gewesen wäre, am Start, sondern nur noch einen Sprinter. Mit Kofferaufbau. 3,5-Tonner.

Nun, da nicht mal ein Dachspoiler vorhanden ist, kam die Möhre mit Mühe und Not – bei leicht abschüssiger Strecke – auf 125kmh. Danach wurde sie abgeregelt. War also eine lange Fahrt von über 650km Autobahn an diesem doch überwiegend sonnigen Sonntag. Heute morgen um neun bin ich gestartet, um viertel vor elf war ich bei Samson, dort gemütlich gepackt, Käffchen getrunken, dann wieder auf die Bahn ab nach Ladenburg, wo ich gegen 13:15 meine grandMA1 full-size für die Tour abgeholt habe. Von dort aus ging es mit einem Tankstop dann durch nach Hannover, durch unzählige Baustellen und hinter noch unzähligeren Sonntagsfahrern her.

Gegen 18:00 Uhr waren wir dann endlich dort, und nach der herzlichen Begrüssung durch die Band haben wir dann den Miettransport leergeräumt, und das Material bis morgen dann erst mal im Probenraum der Band verstaut. Morgen um 07:00 ist dort wieder Treffpunkt, um Backline und unser Equipment in den Anhänger des Nightliners zu packen.

Untergebracht sind wir in einem 4-Sterne Bunker in Hannover, leider ist hier gerade die IAA für Nutzfahrzeuge, so dass man eigentlich wenig Auswahl hat, aber:
– Fernseher hängt neben der Eingangtür gegenüber der Badezimmertür. Hinter der Wand, an dem der Fernseher angebracht ist, sind dan die Betten. Also nix mit Fernseher einschlafen, außer man würde im Waschbecken nächtigen wollen. Im Waschbecken lief das Wasser nicht ab, da der Stöppel sich nicht anheben lies, den hab ich jetzt kurzerhand mit dem Leatherman rausgepopelt, um mir wenigstens die Hände waschen zu können.

Jetzt schau ich schnell noch mals meine Programmierung an, lad mir die Manuals der Lampen der nächsten Shows noch auf den Lappi und dann geht’s ab ins Bettchen.

Bis morgen!